Sozialminister Grüttner entscheidet über Akutbetten – Interessen der Region Rotenburg berücksichtigen

Dieter Franz MdL
Dieter Franz MdL

„Auch wenn in der Antwort der Landesregierung zur psychosomatischen Akutversorgung einige Bedenken formuliert sind, so ist offenbar nicht ausgeschlossen, dass auch eine Fachklinik diese Aufgabe übernehmen kann“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz. So sind zum Beispiel in der Versorgungsregion Kassel von 5 genehmigten Akutstandorten für psychosomatische Medizin und Psychotherapie vier an Fachkrankenhäusern durch das Land Hessen passfähig genehmigt worden.

Franz hatte zuvor gefordert, dass eine Zusammenarbeit zwischen dem interdisziplinären Klinikzentrum HKZ und dem Klinikum Bad Hersfeld eher anzustreben sei, als die Kooperation zwischen der reinen Rehaklinik Vogelsberg und dem Klinikum Bad Hersfeld.
„Eigentlich sollten doch die Anstrengungen des Kreises dahin gehen, mögliche Arbeitsplätze im eigenen Kreis vorrangig anzustreben“, ist Franz überzeugt.
In diesem Zusammenhang war auf Initiative des Abgeordneten eine schriftliche Anfrage an die Landesregierung formuliert worden.

„Der Bedarf an psychosomatischen Akutbetten im Bereich Rotenburg ist unstrittig. Warum soll nicht im Sinne der Patienten eine Vorort-Lösung für beide Standorte in Rotenburg denkbar sein? Schließlich arbeiten HKZ und Kreiskrankenhaus Rotenburg bereits in vielfältigen Bereichen konstruktiv zusammen“, so Franz weiter
Nachdem auch die zweite Gesundheitskonferenz keine Entscheidung über die Verteilung der Betten getroffen hat, obliegt es nun dem Sozialminister eine Entscheidung zu treffen.

„Zu recht erwarten die Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung mit psychosomatischen Akutbetten auch in Wohnortnähe. Dies sollte ein durchaus wichtiger Aspekt der Entscheidung der Landesregierung sein. Hinzu kommt, dass den Arbeitsplatzverlusten durch die Schließung der Kaserne in Rotenburg sofort und nachhaltig Entgegengewirkt werden kann!“, erläuterte der Abgeordnete.

„Es wird Zeit, dass Entscheidungen der Landesregierung nicht ständig zu Lasten der Region Rotenburg gefällt werden, sondern auch Zukunftschancen eröffnet und Entwicklungspotenziale genutzt werden können. Die Verteilung der Akut-Betten wird sich dabei als Nagelprobe erweisen“, so Franz abschließend.