Dieter Franz (SPD): Feuerwehrführerscheinregelung bis 7,5 Tonnen nach Geburtswehen endlich verabschiedet

Als „längst überfälligen Schritt“, bezeichnete der Feuerwehrpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dieter Franz, den Beschluss zum Feuerwehrführerschein durch die Landesregierung. Damit ist die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks und des Katastrophenschutzes gesichert. Zum Führen von Einsatzfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,75 Tonnen bzw. 7,5 Tonnen kann nun auf der Grundlage einer speziellen Prüfung und einer internen Einweisung eine Sonderfahrerlaubnis vergeben werden.
Diese Sonderregelung war dringend erforderlich geworden, weil durch die Einführung der neuen Führerscheinklassen seit 1999 für das Führen von Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3,5 Tonnen und 7,5 Tonnen der PKW-Führerschein nicht mehr ausreichend gewesen war, sondern ein Führerschein der Klasse C-1 gefordert wurde, erläuterte Dieter Franz.
Des Weiteren kam hinzu, dass die Einsatzfahrzeuge aus technischen Gründen schwerer geworden seien, so dass selbst kleinere Fahrzeuge in der Regel die Gewichtsgrenze von 3,5 Tonnen überschritten hatten. „Für diese Fahrzeuge standen immer weniger Fahrer zur Verfügung“, so der Fachpolitiker.
„Durch die neue Ausgestaltung sei gewährleistet, dass sich alle Einsatzkräfte nun wieder auf ihre ursprüngliche Aufgabe konzentrieren können“, so Dieter Franz weiter. Damit seien die meisten Fahrzeugklassen wieder abgedeckt und das Führen der Einsatzfahrzeuge nach internen Schulungen für Katastrophenschutz, Feuerwehr, Rettungsdienste und technische Hilfskräfte ist wieder möglich.
Nachdem bereits mehrmals ein Ausrücken wegen fehlender Aktiver mit der entsprechenden Fahrerlaubnis zu prekären Lagen führte, kann jetzt endlich die Anzahl der Berechtigten durch Schulung, Ausbildung und Prüfung nachhaltig erhöht werden. „Dies hätte man durchaus schön früher haben können, wenn es das unnötige Kompetenzgerangel zwischen dem Wirtschaftsministerium und Innenministerium nicht gegeben hätte“,so Dieter Franz abschließend.