Dieter Franz (SPD): „Ausbildung muss komplett in Beruflichen Schulen Bebra bleiben!“

Dieter Franz MdL

Auf heftige Ablehnung stoßen die Pläne der Kultusministerin in Zukunft keine Technischen Zeichner mehr in der Beruflichen Schule Bebra auszubilden, auch beim örtlichen Landtagsabgeordneten Dieter Franz.
„75 Prozent der Azubis im Bereich Technische Produktdesigner, werden in der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion ausgebildet. Dies entspricht dem früheren Berufsbild des Technischen Zeichners. Warum ausgerechnet dieser Ausbildungszweig auf zwei Standorte in Hessen konzentriert werden soll, ist nicht nachzuvollziehen“, so der Landtagsabgeordnete.

„Gerade in der Beruflichen Schule Bebra zeigt sich doch, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben und regionaler Wirtschaft sein kann. Auch die örtliche Wirtschaft setzt sich für den Erhalt des Ausbildungsganges in Bebra ein. Zudem sorgt die sinnvolle Verbindung der Fachrichtungen dafür, das auskömmliche Schülerzahlen erreicht werden und die fachliche Vertiefung an der beruflichen Schule möglich ist. Die Fachrichtung und die dazugehörigen Verbindungen in die Betriebe sind auch für andere Ausbildungsgänge wichtig. Fallen diese Kontakt nun weg, wird der Schule in Bebra der Boden unter den Füßen weggezogen!“, ist der Abgeordnete überzeugt.

„Sehr kurzsichtig ist auch der Verweis der Landesregierung auf gesunkene Ausbildungszahlen. Diese sind vor allem die Folge wirtschaftlicher Umbrüche in der Region. Mittlerweile ist die Zahl der Auszubildenden in der Grundstufe wieder auf einem ordentlichen Niveau. Außerdem wird doch auch eine Klasse mit 25 Tiefbauarbeitern nach Kassel verlegt. Offenbar dreht sich die Landesregierung die Argumente, wie es gerade passt. Hauptsache die Oberzentren werden auf Kosten der Region gestärkt!“, erläuterte Franz.

„Die beabsichtigte Schließung des Ausbildungszweiges in Bebra wäre ein weiterer Schlag ins Kontor, der im Besonderen die Zukunftsfähigkeit unserer Region trifft. Immer wieder hat die Landesregierung wichtige Strukturentscheidungen gegen die Region getroffen, wie z.B. die Schließung der Gerichtsstandorte, die Verlagerung von Polizeistellen oder wichtiger Kompetenzen des staatlichen Schulamtes Bebra zum Landesschulamt nach Wiesbaden. Die Landesregierung schwächt mit dieser Politik die Attraktivität des ländlichen Raumes für die Wirtschaft und für die jungen Menschen. In einem Schreiben habe ich die Ministerin daher dringend aufgefordert, ihre Entscheidung zurückzunehmen“, so Franz abschließend.