Dieter Franz (SPD): Bauwürdigkeit für dritte Fuldabrücke muss nachgewiesen werden

Dieter Franz MdL

Während die weiteren Planungen für die Ortsumgehung Lispenhausen vorangetrieben werden, wirft die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Dieter Franz in Zusammenhang mit der dritten Fuldabrücke mehr Fragen auf als sie Antworten gibt.
„Bisher waren sich alle Beteiligten einig, dass für eine gute Vermarktung des Kasernengeländes eine bessere verkehrliche Erschließung notwendig ist. Dies beinhaltete auch immer die Forderung nach einer dritten Fuldabrücke. Im Rahmen der Vermarktungsstudie für das Kasernengelände soll auch das dabei zu erwartende Verkehrsaufkommen neu bewertet werden. Es muss damit nachgewiesen werden, dass das zu erwartende Verkehrsaufkommen wesentlich erhöht wird um die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme nachweisen zu können.“, so der Abgeordnete

„Diese Wirtschaftlichkeit war in einer Studie aus dem Jahre 2008 bewertet und als ‚nicht bauwürdig‘ bewertet worden. Ob die konkreten Anhaltspunkte für eine wesentlich erhöhte Verkehrsmenge per Prognose nachgewiesen werden können steht allerdings in den Sternen. Ein klares und bedingungsloses Ja zum Bau einer dritten Fuldabrücke sieht anders aus. Zumindest stehen diese Bedingungen doch in einem gewissen Widerspruch zu den vollmundigen Erklärungen führender Unionspolitiker.“, so Franz weiter.

„In der zeitlichen Abfolge scheint eines klar: Zuerst werden die Planungen für die Ortsumgehung Lispenhausen mit den erforderlichen Ausschreibungen vorangetrieben. Zeitlich versetzt kann bei nachgewiesener Bauwürdigkeit die dritte Fuldabrücke als Verbindungsspange in ein neues Planungsprogramm für Ortsumgehungen von Landesstraßen aufgenommen werden. Nach meinem Verständnis wird es dadurch kein paralleles Vorantreiben des gesamten Bauprojektes geben können, was sicherlich zusätzliche Kosten verursacht und einer zeitnahen verbesserten Verkehrsführung nicht gerecht werden kann. Die Erwartungshaltung der Stadt Rotenburg und der Region sehen sicherlich anders aus.“, so Franz abschließend.

Antwort der Landesregierung auf Anfrage zum Thema