Dieter Franz (SPD): Hundehaltung ist Verantwortung gegenüber dem Tier und dem Mitmenschen

Dieter Franz MdL

Die SPD-Landtagsfraktion hat anlässlich der mündlichen Anhörung zum Entwurf eines neuen Hundegesetzes der SPD ihre Forderung nach einer allgemeinen Pflicht zum kundigen Führen eines Hundes von Anfang an, gültig für alle Rassen, bekräftigt. „Das Hessische Innenministerium zählt jedes Jahr rund 1500 Beißvorfälle ungelisteter Hunde. Und das sind nur die gemeldeten Vorfälle. Die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher. Erst, wenn es zu einem ersten Biss gekommen ist, werden Halter zu einem Test der Führfähigkeit eingeladen und auf ihre Führungspflichten hingewiesen. Das ist unserer Meinung zu spät. Die Politik muss an dieser Stelle ihre ordnungspolitische Verantwortung wahrnehmen“, sagte der Landtagsabgeordnete Dieter Franz, der auch stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses ist.

Daher schlage die SPD wie Niedersachsen und wie Nordrhein Westfalen vor, dass es nicht um die Nachprüfung jahrelanger unauffälliger Hundehalter gehen solle, sondern in aller erster Linie um das Ziel, noch unkundige Hundeinteressenten bei ihrer Entscheidung, für oder gegen einen Hund und der Auswahl der Rasse, fachkundig zu informieren. Dabei soll neuen Haltern vor Augen geführt werden, dass sowohl der der Hund als abhängiges Lebewesen, als auch die Öffentlichkeit in ihrem Sicherheitsanspruch ein Recht haben, von jedem Halter- und Führungskompetenz zu erwarten.

Deshalb fordert die SPD in ihrem Gesetzentwurf eine Stärkung der Halterverantwortung, eine praktische Einweisung für Neuhundehalter, die Chip- und Registrierpflicht der Hunde sowie eine Haftpflichtversicherung. Unterstützt werden die Sozialdemokraten durch die Hundeverbände und Berufsverbände der Hundetrainer, den Tierschutz, die Landestierärzte sowie die Tierschutzbehörde des Landes Hessen.
„Für viele Menschen sind Hunde heute Sozialpartner. Führungskompetenz des Hundehalters stärkt nicht nur diese Partnerschaft sondern ist auch im Sinne des öffentlichen Sicherheitsinteresses“, so Franz abschließend.