Dieter Franz (SPD): Schriftliche Anhörung unterstützt Gesetzentwurf der SPD

Quelle: Dirk Schelpe / pixelio.de
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Dieter Franz MdL

„Die CDU-FDP-Regierungskoalition hat mit der Ablehnung des SPD-Gesetzentwurf zur Änderung des Bestattungsgesetzes ein positives Zeichen für mehr Toleranz und Akzeptanz für muslimische Mitbürger verhindert!“, sagte der Abgeordnete Dieter Franz.
„Mit unserem Gesetzesentwurf, der aus religiösen Gründen eine Ausnahme von der Pflicht vorsieht, Verstorbene in einem Sarg zu beerdigen, wurden wir in der schriftlichen Anhörung zwar eindrucksvoll bestätigt. Die Regierungskoalition ignoriert die vorgetragenen Argumente. Statt die Integration praktisch voranzubringen, druckt sie lieber Hochglanzbroschüren und kneift, wenn es zum Schwur kommt. Dabei sind unter den zahlreichen zustimmenden Verbänden und Institutionen nicht nur die verschiedenen Interessenverbände und Gemeinschaften von Muslimen in Deutschland, sondern das SPD-Gesetz befürworten auch die katholische und evangelische Kirche, sowie die jüdische Gemeinde. Insbesondere die Ausländerbeiräte in Hessen sehen in dem Gesetzesentwurf einen richtigen Schritt in Richtung mehr Integration!“, so der Abgeordnete weiter.

„In einem Land, in dem die freie Religionsausübung durch das Grundgesetz (Art. 4) garantiert ist, kann es nicht sein, dass große Teile der Bevölkerung ihre Angehörigen nicht so bestatten können, wie es ihrer religiösen Überzeugung entspricht. Dies würde aber der postmortalen Menschenwürde entsprechen, wie sie im Grundgesetz Artikel 1 angelegt ist. Mit der Abschaffung des Sargzwanges würden wir darüberhinaus einen Beitrag für mehr Integration in unserem Land leisten. Doch was in vielen anderen Bundesländern schon längst, problemlos im Alltag praktiziert wird, ist mit dieser Regierungskoalition in Hessen leider nicht möglich!“, bedauert der Abgeordnete.

„In Deutschland leben über 4 Mio. Muslime, davon haben zirka 50 Prozent die deutsche Staatsbürgerschaft. Wenn in Hessen ist ein weltoffenes und tolerantes Land. Wer daher es mit der Integration wirklich ernst meint, sollte den Muslimen die Bestattung nach ihrer religiösen Überzeugung erlauben!“, so Franz abschließend.