Dieter Franz (SPD): Gewalt gegen Rettungskräfte nimmt zu – Aus- und Fortbildung erwünscht

v.l.n.r. Günter Ohlig, Matthias Weber, Steven Renner, Arno Hagedorn und Dieter Franz beim Fachforum
v.l.n.r. Günter Ohlig, Matthias Weber, Steven Renner, Arno Hagedorn und Dieter Franz beim Fachforum der SPD-Fraktion.

„Die Rettungsdienste in Hessen sind im Einsatz zunehmend Gewalt ausgesetzt!“, sagte der Landtagsabgeordnete Dieter Franz nach der Anhörung der Rettungsorganisationen in der SPD-Landtagsfraktion. Dass die Lebensretter häufig selbst in Gefahr gerieten und von Beschimpfungen bis hin zu Tritten, Stichen und Schüssen teilweise heftigen Gewaltakten ausgesetzt seien, berichtete die Sozialwissenschaftlerin Julia Schmidt aus Bochum.
Das Fachforum fand reges Interesse durch die Rettungsorganisationen. Landtagsabgeordneter Dieter Franz konnte unter Anderem auch Steven Renner und Matthias Weber von der DRK-Geschäftsstelle Rotenburg begrüßen, sowie Arno Hagedorn vom DRK Hersfeld.
„Die Rettungskräfte selbst, mahnen aufgrund dieser sich zuspitzenden Lage mehr Hilfen an, um Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Gewaltakten zu schützen. Dabei legen die Rettungskräfte Wert darauf, dass sie nicht mit Pfefferspray und Rettungswesten ausgestattet werden wollen, sondern es eher um die bessere Einschätzung von Gefahrenlagen geht und vor allem Deeskalationstraining.“, erläuterte Franz.
„Wir müssen diese Hinweise der Rettungskräfte, die einen für unsere Gesellschaft so wichtigen Dienst tun, sehr ernst nehmen. Das Land Hessen darf die Retterinnen und Retter, nicht im Regen stehen lassen! Erfreulich war auch die Bereitschaft der Vertreter der Krankenkassen, über die Facharbeitskreise das Thema intensiver zu beraten und sich den vorgetragenen Lösungsansätzen nicht entgegenzustellen!
Wir müssen nun die angesprochenen Ansätze aufgreifen und zu einer nachhaltigen Lösung zusammenführen, damit die zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte eingedämmt werden kann“, so Franz abschließend.