Dieter Franz: Schleppender Ausbau der A44 schadet der Region – SPD will Arbeitsplätze bei Hessen-Mobil sichern!

v.l.n.r.: Ulrich Wieditz, Dieter Franz, Reiner Weil, Peter Wöbbeking

Der Ausbau der A44, die Ortsumgehung B 252 Reichensachsen und die Ortsumgehung Lispenhausen, einschließlich der dritten Fuldabrücke waren Themen bei Besuch des Landtagsabgeordneten Dieter Franz in der Außenstelle von Hessen-Mobil in Eschwege. Beim Besuch der früher als Amt für Straßen- und Verkehrswesen bekannten Einrichtung war auch die Thema, ob Hessen-Mobil weiterhin im Auftrag des Kreises die Kreisstraßen betreut. Schließlich will das Land des Kommunen für diese Leistung zukünftig höhere Kosten in Rechnung stellen.
Als Gesprächspartner standen dem Landtagsabgeordneten der Leiter des Dezernates Planung Nord BAB Nord, Peter Wöbbeking, Ulrich Wieditz, Leiter des Dezernates Bau Nordosthessen, sowie Reiner Weil, Regionaler Bevollmächtigter Osthessen zur Verfügung.
Dieter Franz bedauerte im Gespräch die Aussage des Verkehrsministers Florian Rentsch die Autobahn sei wahrscheinlich erst 2020 durchgängig befahrbar. „Jedes Jahr Verzögerung schwächt die Region in ihrer wirtschaftlichen Stabilisierung und Weiterentwicklung!“, sagte der Abgeordnete.
Als „positiv“ bezeichnete der Abgeordnete die Information des Planungsdezernenten, dass die Ortsumgehung Reichensachsen aktuell planerisch vorangetrieben werde. Ziel sei es, so Wöbbeking, im Jahr 2015 den Planfeststellungsbeschluss vorlegen zu können. „Die finanzielle Absicherung muss allerdings noch über den Bedarfsplan des Bundes erfolgen!“, erläuterte Franz.
Auch die Ortsumgehung Lispenhausen inklusive der Planungen für die dritte Fuldabrücke sind Schwerpunkt der Arbeit von Hessen-Mobil. Für die zweite Jahreshälfte ist die Vergabe des Ingenieur-Vertrages vorgesehen. Der Frage des Hochwasserschutzes werde dabei intensiv unter die Lupe genommen.
„Selbst wenn alle Planungsschritte wie geplant ablaufen und die Finanzierung gesichert ist, wird man mit einem Baubeginn nicht vor 2019 rechnen können. Sollte allerdings der Bürgerentscheid die Variante 1 mit der höchsten Rechtssicherheit ablehnen, ist eine Weiterführung der Planungsschritte für Hessen Mobil nur schwerlich denkbar!“, so Franz.
Nach Informationen von Ulrich Wieditz stehen in den kommenden Jahren jeweils 6,7 mio. Euro für den Straßenbau zur Verfügung (ohne Autobahn). Schwerpunkt werden Erhaltungsmaßnahmen sein. Die Ortsumgehung Frieda liegt mit Kosten von Rund 4,95 mio. Euro unterhalb des Schwellenwertes für Europaweite Ausschreibungen. „Heimische Betriebe wären dann vielleicht im Vorteil!“, so Franz weiter.

Die Dienststelle von Hessen-Mobil in Eschwege hat zur Zeit etwa 135 Mitarbeiter. Das Land Hessen will für die Betreuung der Kreisstraßen mehr Geld – das ist angesichts der Finanzlage des Kreises eine weitere zusätzliche Belastung.
„Dies ist zwar nicht erfreulich, jedoch können sich die Beschäftigten sicher sein, im ihrem Interesse und im Interesse der Region wird die SPD weiterhin das Land mit der Betreuung der Kreisstraßen beauftragen und damit die Arbeitsplätze sichern!“, so Franz abschließend.