Dieter Franz (SPD): Außerdienststellung der Kaserne in Rotenburg ist schwarzer Tag für Region

Dieter Franz MdL

 „Die Außerdienststellung des Führungsunterstüzungsbataillons 286 in Rotenburg ist der traurige Schlusspunkt der am 26.10.2011 verkündeten Schließung des Standortes durch den damaligen Verteidigungsminister de Maizière (CDU). Es ist ein großer finanzpolitischer Fehler und eine absolut unverständliche Entscheidung, dass die Bundeswehrkaserne in Rotenburg/Fulda geschlossen wird. Besonders die Tatsache, dass in diesen Standort etwa 40 Millionen € investiert wurden, macht die Entscheidung noch unverständlicher“, so der Landtagsabgeordnete Dieter Franz.
Die Bundeswehr ist bereits seit 1962 am Standort präsent. Im Frühjahr 2012 feierte die Kaserne ihr 50. Jähriges Jubiläum, wobei erneut die große Verbundenheit und Akzeptanz der Bevölkerung mit der Bundeswehr dokumentiert wurde. Die Soldaten stellten einen großen Wirtschaftsfaktor in der Region dar. Ihr Abzug wird viele Einzelhändler belasten und auch das ganze Stadtbild wird sich im Zuge der Außerdienststellung verändern.
„Die Region wird von Seiten des Bundes im Stich gelassen. Hier wurde in den letzten Jahren Steuergeld investiert, welches nun verbrannt ist. Im Gegenzug wird nochmals massiv in den Ausbau der Kaserne Frankenberg investiert. So wird gleich doppelt Steuergeld verschwendet“, sagte Franz.
Die Stadt Rotenburg wird jetzt Wege finden müssen, um den Abzug der Bundeswehr zu kompensieren. Dabei ist auch die hessische Landesregierung in der Verantwortung. Leider ist außer vollmundigen Versprechungen vor der Landtagswahl zum Bau der 3. Fuldabrücke und der schnellen Verwirklichung der Ortsumgehung in Lispenhausen nicht geschehen.
„Die Außerdienststellung ist ein schwarzer Tag für Rotenburg und die Region – wieder werden Arbeitsplätze eines großen öffentlichen Arbeitgebers durch CDU-Entscheidungen abgebaut und die Stadt Rotenburg und die Region stehen mehr oder weniger mit leeren Händen da, so Franz abschließend.“