Dieter Franz (SPD): Sportförderung zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Absage an Sanierung durch Innenminister Beuth

Dieter Franz MdL

In der am Dienstag stattgefundenen Fragestunde im Landtag stellte Dieter Franz eine Frage zur Zukunft der Kleinschwimmhalle in Obersuhl. Er wollte wissen unter welchen Bedingungen Investitionen möglich sind, um den langfristigen Erhalt des Schwimmbads zu sichern. Die Antwort von Innenminister Peter Beuth dazu fällt enttäuschend aus.

„Der Innenminister erteilt einer Sanierung der Kleinschwimmhalle unter Hinweis auf die Verschuldung der Gemeinde eine eindeutige Absage. Er sieht keine Möglichkeit, wie eine Sanierung bewerkstelligt werden könnte. Das ist enttäuschend für Wildeck. Die Schwimmhalle wird von den Bürgerinnen und Bürgern, der Blumensteinschule und vom DLRG sehr gut genutzt“, so Dieter Franz gestern in Wiesbaden.

Wildeck hatte im Jahr 2012 Verbindlichkeiten in Höhe von über 34,5 Millionen Euro. Das entspricht rund 7000 Euro pro Einwohnerin und Einwohner. „Wildeck hat schon frühzeitig in die Infrastruktur – wie Kanal- und Straßensanierungen – investiert, die langfristige Verbindlichkeiten nach sich ziehen. Diese Investitionen haben andere Kommunen noch vor sich. Daher ist ein Verweis auf die Verbindlichkeiten der Kommune in meinen Augen falsch“, sagte Franz.

Der Innenminister machte deutlich, dass maximal 50.000 Euro Fördergelder im Rahmen des Programms „Sportland Hessen“ für Sanierungsmaßnahmen beantragt werden könnten. Das ist angesichts der 390.000 Euro zugesagten Fördermitteln aus dem abgelaufenen Hallenbadinvestitionsprogramms nur ein Bruchteil und macht die Bemühungen der Kommune zur Senkung des Betriebsdefizits deutlich schwerer. Die Gemeinde Wildeck solle nun prüfen, ob ein Ausweichen auf andere Schwimmstätten möglich ist. „Die Kommunalaufsicht des Landkreises verbietet eine kreditfinanzierte Sanierung der Gemeinde und fordert sogar, dass die Schüler der Blumensteinschule künftig zum Schwimmunterricht nach Heringen fahren müssen“, so Franz.

„Der Sanierung der Kleinschwimmhalle wurde eine eindeutige Absage erteilt. Wie es nach dem Winter mit der Kleinschwimmhalle weitergeht, steht in den Sternen. Eine positive Unterstützung des Landes für sportlich attraktive Angebote im ländlichen Raum – wie Wildeck – sieht anders aus. In Sonntagsreden wird die Bedeutung des Sports, der in Hessen sogar Verfassungsrang hat, hoch gelobt – die Gemeinde, die Bürger, die DLRG und die Schüler werden jedoch im Stich gelassen“, sagte Franz abschließend.