Dieter Franz (SPD): Ausstellung der Seliger-Gemeinde im Landtag eröffnet

Am gestrigen Dienstag hat der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel die Ausstellung „Die sudetendeutschen Sozialdemokraten – Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ der Seliger-Gemeinde gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden der Seliger-Gemeinde Albrecht Schläger und dem Landtagspräsidenten Norbert Kartmann in Wiesbaden eröffnet.

Der Landtagsabgeordnete Dieter Franz besuchte die Ausstellung und zeigte sich beeindruckt von der Ausstellung, die sich mit den Erfahrungen der sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten befasst.

„Ich danke der Seliger-Gemeinde für Ihren Einsatz für die Aussöhnung und ein friedliches Europa“, sagte Dieter Franz.

Im Ausstellungskatalog heißt es: „Die sudetendeutsche Sozialdemokratie, der diese Ausstellung gewidmet ist, musste die durch Hitler-Deutschland verursachte Katastrophe hinnehmen, zuerst als Verteidiger des tschechoslowakischen Staates gegen Heinlein und Hitler und dann als Opfer der Vertreibung und der mehr oder weniger zwangsweisen Aussiedlung aus der ČSR. Sie integrierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg in die deutsche Gesellschaft und unterstützte die Entspannungspolitik Deutschlands. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dieser Erfahrungsschatz der sudetendeutschen Arbeiterbewegung.“

Auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion zeigt der Hessische Landtag die Ausstellung während des Plenums im Foyer des Landtages.

„So heißt es in den Brannenburger-Thesen: „Die Seliger-Gemeinde setzt sich ein für die Verständigung zwischen Sudetendeutschen und Tschechen, für eine verantwortungsbewusste sozialdemokratische Politik in der Mitte Europas und für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der demokratischen Strukturen der Europäischen Union. Insbesondere geht sie davon aus, dass das empfindliche Verhältnis zwischen Sudetendeutschen und Tschechen nicht durch Schuldvorwürfe und Forderungen verbessert werden kann, sondern allein durch die Bereitschaft zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte und durch das Verständnis für die Empfindlichkeiten der anderen Seite.“

„Die Kenntnis der Vergangenheit ist wichtig, um aus ihr für die Zukunft zu lernen. Dies wird von den Mitgliedern der Seliger-Gemeinde gelebt“, so Franz abschließend.