Dieter Franz und Heinz Lotz (SPD): Geplante Änderungen des Umweltministeriums gefährden Arbeitsplätze und heimische Betriebe

Dieter Franz MdL

Bodenschutzkalkungen im Wald sind eine durch wissenschaftliche Gutachten gestützte Methode, um der Versauerung der Waldböden entgegenzuwirken. Im Jahr 2012 wurden knapp 75% der Waldböden in Hessen als unnatürlich stark versauert angesehen. Die derzeit mengenmäßig bedeutendste Säurebelastung wird durch die Emission von säurebildenden Gasen aus Verkehr, Landwirtschaft und Industrie verursacht.

Die schwarz-grüne Landesregierung möchte nun auf wissenschaftlicher Grundlage bis Sommer überprüfen, ob die Bodenschutzkalkungen im Wald noch in gegebenem Umfang notwendig sind.

„Es sollen scheinbar neue Argumente für Einsparungen im Haushalt des Umweltministeriums gefunden werden, um diese vielleicht an anderer Stelle für öffentlichkeitswirksamere Maßnahmen einzusetzen“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz.

„Gerade wenn man immer von Nachhaltigkeit spricht, muss man dem auch Taten folgen lassen. Die Bodenschutzkalkungen im hessischen Wald sind nach wie vor notwendig um die Versauerung der Böden zu verhindern“, so der forstpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Heinz Lotz.

Die Ankündigung neuer Gutachten veranlasst die beiden SPD-Abgeordneten jetzt eine Kleine Anfrage an das Umweltministerium zu richten.

„Für die kalkabbauenden Betriebe, insbesondere Köhler Kalk in Meißner-Vockerode, geht es um die Betriebsplanung. Der Kalkabbau für Bodenschutzkalkungen macht oft mehr als die Hälfte der Gesamtproduktion aus. Wir wollen von Ministerin Hinz nun Antworten haben. Die schwarz-grüne Landesregierung gefährdet mit ihren Ankündigungen schlicht regionale Arbeitsplätze“, sagten Franz und Lotz abschließend.