Dieter Franz (SPD): Planungen für Ortsumgehung B 83 Lispenhausen verlaufen schleppend und zögerlich – Dritte Fuldabrücke anscheinend kein Thema mehr

Dieter Franz MdL

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz hat von der Landesregierung eine Antwort auf seine Kleine Anfrage zum Thema „Ortsumgehung B 83 Lispenhausen und dritte Fuldabrücke“ erhalten.

Für die Ortsumgehung B 83 Lispenhausen wird derzeit die vertiefte technische Planung, der sogenannte Vorentwurf, einschließlich der landschaftspflegerischen Begleitplanung erstellt. Aufgrund des anliegenden Vogelschutzgebietes müssen zusätzliche Erhebungen der Fauna erfolgen. Zudem muss die Verkehrsplanung aktualisiert werden. Die Variante 1a ist weiterhin die Vorzugsvariante des Landes Hessen und ist mit dem Baulastträger Bund abgestimmt.

„Für 2015 sind lediglich ca. 40.000 Euro für Leistungserbringungen im Zusammenhang mit der Ortsumgehung B 83 Lispenhausen in den Haushalt eingeplant. Dieser Betrag macht deutlich, dass die Planungen für die Ortsumgehung nur schleppend und zögerlich verlaufen“; sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz.

Aus der Kleinen Anfrage zum Thema dritte Fuldabrücke geht hervor, dass naturräumliche und hochwasserschutztechnische Gegebenheiten zu bewerten sind, um eine Dimensionierung des erforderlichen Brückenbauwerks belastbar durchführen und auf dieser Grundlage die Kosten ermitteln zu können.
Der Landtagsabgeordnete Dieter Franz war am 13.04.2015 bei Hessen Mobil in Eschwege zu Besuch um sich u.a. nach dem Planungsstand der dritten Fuldabrücke in Rotenburg zu erkundigen.

„Der Regionale Bevollmächtigte für Osthessen, Klaus Wöbbeking, hat erklärt, dass es derzeit keinen Planungsauftrag des Landes Hessen an Hessen Mobil gibt. Wenn seitens der Landesregierung kein Geld bereitgestellt wird, deutet das darauf hin, dass es keinen ernsthaften Willen zum Bau der Brücke gibt“, so Franz.

„Angesichts der langen Diskussionen um die Ortsumgehung und den gemachten Zusagen im Zusammenhang mit der Schließung der Alheimer-Kaserne ist die Entwicklung nicht hinnehmbar. Ein besonderer Wille zur Umsetzung der Projekte ist nicht zu erkennen. Die Menschen in der Region warten seit Jahren auf Entlastung und werden von Jahr zu Jahr vertröstet. Der Unmut der Bevölkerung ist mehr als verständlich“, sagte Dieter Franz abschließend.