Dieter Franz und Uwe Frankenberger (SPD): Verkehrsministerium bügelt Aktion „Rettungsgasse rettet Leben!“ ab

Dieter Franz MdL

Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten haben alle das gleiche Problem: Auf dem Weg zur Einsatzstelle fehlt vielen Verkehrsteilnehmern das richtige Verständnis, schnell eine Rettungsgasse zu bilden. Die Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben!“ soll Verkehrsteilnehmer im Hinblick auf diese Problematik sensibilisieren.

„Wer viele Staus beobachtet, sieht, dass das Bilden einer Rettungsgasse die absolute Ausnahme ist. Rettungskräfte brauchen daher oft sehr lange, um den Unfallort zu erreichen. Dabei geht wertvolle Zeit bis zur Erstversorgung der Unfallopfer verloren“, sagten die SPD-Landtagsabgeordneten Dieter Franz und Uwe Frankenberger.

Hessen Mobil hat dem Ansinnen der Initiatoren der Kampagne (Deutsche Feuerwehrgewerkschaft und wiesbaden112.de) eine Absage erteilt, durch Hinweisschilder an Brücken und elektronisch zu beschriftende Wechselschilder auf die Problematik zu verweisen.

„Die Argumente vom Verkehrsministerium und Hessen Mobil sind nicht nachvollziehbar. In Brandenburg gibt es seit 2003 Aufschriften an Schilderbrücken, die zur Bildung einer Rettungsgasse aufrufen. In Österreich gibt es seit 2012 eine Regelung, die es ermöglicht, an 170 Brückengeländern sowie an 50 Schilderbrücken in deutscher und englischer Sprache für die Bildung von Rettungsgassen zu werben. Warum das in Hessen nicht geht, ist unverständlich“, so der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Uwe Frankenberger.

„Aufgrund der Situation vor Ort sind die Feuerwehren oft darauf angewiesen die Standstreifen zu nutzen, da keine Rettungsgassen gebildet werden. Die Benutzung der Standstreifen nun den Feuerwehren vorzuwerfen und zu sagen, dass sie damit die Verkehrsteilnehmer verunsichern würden, wird dem Ansinnen der Kampagne in keiner Weise gerecht. Die SPD-Landtagsfraktion wird einen Antrag in den parlamentarischen Prozess einbringen, um der wichtigen Initiative zum Erfolg zu verhelfen“, sagte der feuerwehrpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dieter Franz.