Dieter Franz (SPD): Reduzierung und langfristiger Verzicht auf Bodenschutzkalkungen verunsichert heimische Produzenten und gefährdet Arbeitsplätze

Dieter Franz MdL

Aus der Antwort von Ministerin Priska Hinz (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Dieter Franz und Heinz Lotz (SPD) geht hervor, dass die Waldböden in Hessen nach wie vor auf großer Fläche durch anthropogen bedingte Säureeinträge aus der Luft belastet seien. Eine deutliche Reduktion der aktuellen Säureeinträge sei kurzfristig nicht zu erreichen. Als Überbrückungsmaßnahme werde daher auf ausgewählten Standorten die gespeicherten und zukünftigen Säureeinträge durch Kompensationskalkungen weiterhin abgepuffert. Langfristig werde bei einer naturnahen Waldbewirtschaftung und entsprechender Verringerung der Säurebelastungen jedoch ein Verzicht auf großflächige Bodenschutzkalkungen möglich sein.

„Die Waldböden in Hessen sind nach wie vor durch Säure belastet. Hier von Überbrückungsmaßnahmen zu sprechen ist schlicht falsch. Die Kalkungen sind für einen gesunden Waldboden sehr wichtig. Auch aus der Antwort der Ministerin geht hervor, dass Kompensationskalkungen nach wie vor notwendig sind“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz.

In den Jahren 2010 – 2014 wurden folgende Mittel zur Verfügung gestellt:
StaatswaldKommunal- und Privatwald (Kofinanzierung durch EU- und Bundesmittel)
2010: 3 Millionen Euro 0,75 Millionen Euro
2011: 3 Millionen Euro1 Millionen Euro
2012: 3 Millionen Euro 1,4 Millionen Euro;
2013: 2,5 Millionen Euro1,2 Millionen Euro;
2014: 2,5 Millionen Euro0,7 Millionen Euro.

„Eine klare Aussage des Ministeriums und eine Richtschnur für die heimischen Unternehmen sieht anders aus. Der Eindruck der doch erheblichen Reduzierung der Kalkungen konnte durch die Antwort nicht ausgeräumt werden. Ein klares Bekenntnis ist notwendig, um den Unternehmen Sicherheit zu geben“, so Franz abschließend.