Dieter Franz (SPD): Parlamentarische Initiative hat Bewegung in die Debatte gebracht

Dieter Franz MdL

Nachdem der Antrag der SPD-Landtagsfraktion zum Thema „Rettungsgasse“ sowohl im Innen- als auch im Verkehrsausschuss des Hessischen Landtages abgelehnt wurde, hat die Landesregierung ihre Meinung geändert. Nach Informationen der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft (DFeuG) übernimmt das Land die Initiative „Rettungsgasse rettet Leben!“ von der DFeuG und der Feuerwehrplattform wiesbaden112.de zu Beginn der hessischen Sommerferien. Geplant sind im ersten Schritt 250.000 Flyer, um auf die Bildung einer Rettungsgasse im Falle eines Unfalls hinzuweisen.

Bei Unfällen auf Autobahnen wird oft nicht auf die Bildung einer Rettungsgasse geachtet. Damit geht den Rettungskräften wertvollen Zeit für die Erstversorgung der Unfallopfer verloren, da sie lange Zeit brauchen, um durch den Stau zum Unfallort zu gelangen. Brandenburg wirbt bereits seit 2003 an Autobahnen für die Bildung einer Rettungsgasse, Österreich seit 2012.

„Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt das Umdenken der Landesregierung. Es ist erfreulich, dass die Initiative im Hinblick auf ihre Zielsetzung, schnelle Ersthilfe der Rettungskräfte vor Ort, nun die nötige Unterstützung erfährt. Die parlamentarische Initiative der SPD hat Bewegung in die Debatte gebracht. Das nun vor allem das Verkehrsministerium umgedacht hat, ist erfreulich“, sagte der feuerwehrpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dieter Franz.