Dieter Franz (SPD): Stellenkürzungen und Stellenverschiebungen zu Lasten der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer

Dieter Franz MdL

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz äußerte sich am Rande der Plenardebatte zum Setzpunkt der SPD-Fraktion zum Thema „Stellenstreichungen in den Grundschulen und Oberstufen“ am Mittwoch in Wiesbaden wie folgt:

„Die Bedingungen unter denen junge Leute heute Abitur machen, wird es so künftig nicht mehr geben. Denn die Landesregierung kürzt massiv Stellen, allein 300 an Grundschulen, gymnasialen Oberstufen, beruflichen Gymnasien, Abendgymnasien und den Hessenkollegs in diesem Jahr. Weitere 150 bis 170 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren folgen. Dieser Bildungsabbau an den Schulen ist falsch und nimmt Bildungschancen. Die Kürzungen im Grundschulbereich konterkarieren die Bemühungen, die individuelle Förderung in der Grundschule auszubauen.

Die Stellenkürzungen sind kein Beitrag zu mehr Chancengleichheit auf dem Weg zum Abitur. Denn am härtesten trifft es eigenständige gymnasiale Oberstufenschulen, das heißt die Schulen, die besonders viele Schülerinnen und Schüler aus Gesamt- und Realschulen zum Abitur führen und deren Neugründung die Landesregierung kategorisch ausschließt. Für diese Schulen bedeuten die schwarz-grünen Kürzungen einen Verlust von bis zu 4 Lehrerstellen. Wir wollen kein Kind zurücklassen, auch nicht auf dem Weg zum Abitur.

Kürzungen, insbesondere für Schülerinnen und Schüler, denen das Abitur nicht in die Wiege gelegt wurde, die sich jahrelang durchgebissen haben, um den nächsthöheren Anschluss, die gymnasiale Oberstufe oder das Berufliche Gymnasium zu erreichen, ist dreist. Wer, wie die Landesregierung meint, in Grund- und Leistungskursen mit mehr als 28 Schülern noch individuelle Förderung zu ermöglichen, der blendet die Realität aus.

Gegen die geplanten Stellenkürzungen und Stellenverschiebungen gibt es Proteste seitens der Landesschülervertretung, des Landeselternbeirates, der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) und kommunaler Parlamente, wie z.B. in Sontra. Die SPD-Fraktion drängt auf Kurskorrekturen um z.B. Verbesserungen für die gymnasiale Oberstufe in Sontra oder das Berufliche Gymnasium in Bebra zu erreichen, da die geplanten Änderungen pädagogisch nicht vertretbar sind und zu Lasten des ländlichen Raumes gehen.“