Dieter Franz (SPD): Schlechte Besoldungspolitik führt zu Abwanderung von gut ausgebildeten Feuerwehrleuten

Dieter Franz MdL

Der feuerwehrpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dieter Franz hat den heutigen Bericht von hessenschau.de zur schwierigen Personalsituation bei der Frankfurter Feuerwehr wie folgt kommentiert:

„Die Abwanderung von Feuerwehrleuten nach ihrer Ausbildung ist besorgniserregend. Wenn 26 von 48 ausgebildeten Feuerwehrleuten in Frankfurt den Weg in ein anderes Bundesland suchen wird deutlich, wie finanziell unattraktiv der öffentliche Dienst in Hessen mittlerweile ist. Nachdem auch die Polizeigewerkschaft über Nachwuchsprobleme wegen der schlechten Besoldung geklagt hat, ist dies eine weitere Konsequenz des schwarz-grünen Besoldungsdiktats. Mit dem vorgelegten Gesetzentwurf, der lediglich eine einprozentige Besoldungssteigerung vorsieht, handelt die Landesregierung kontraproduktiv.

Es ist zwar gut, dass die Stadt Frankfurt das Problem erkannt hat und die Besoldungssituation der Frankfurter Feuerwehrleute verbessern will. Aber in erster Linie ist die Landesregierung in der Pflicht, endlich ihre Besoldungspolitik nach Gutsherrenart zu ändern. Wir fordern die Übertragung der Tarifergebnisse der Angestellten auch auf die hessischen Beamtinnen und Beamten.

Die Feuerwehren sind ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsstruktur für die Bürgerinnen und Bürger – diese wichtige Aufgabe muss auch angemessen besoldet werden. Wir brauchen eine personell gut ausgestattete Feuerwehr. Sollte diese Landesregierung nicht endlich einen anderen Weg einschlagen, werden wir erhebliche Probleme bekommen, qualifizierte Kräfte für Feuerwehren und Polizei in Hessen zu halten.“