Dieter Franz (SPD): Ein Siegel alleine garantiert keine nachhaltige Forstwirtschaft

Dieter Franz MdL
Dieter Franz MdL

Zur Aktuellen Stunde über die Zertifizierung des hessischen Staatswalds mit dem FSC-Siegel hat der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz eine Vergrößerung der Anstrengungen für eine wirklich nachhaltige Forstwirtschaft gefordert.

 

Franz sagte: „Für die SPD ist der Wald Rohstofflieferant, Naturschutzraum, Bildungs- und Erziehungsraum zugleich. Daran muss man den Maßstab für eine nachhaltige Waldwirtschaft anlegen. Die Entscheidung der schwarz-grünen Landesregierung zur vollständigen FSC-Zertifizierung nach vier Jahren Dauerkonflikt folgt eher dem Prinzip „Am Abend werden die Faulen fleißig“ als einem wirklichen Ende des Konfliktes.“ Für Franz reiche jedoch ein Siegel alleine nicht aus: „Die Kontrolle der Standards ist notwendig, eine Selbstverpflichtung alleine ist unwirksam.“ Allerdings müsse man auch die Voraussetzungen dafür schaffen. „Wer nachhaltige Forstwirtschaft wirklich will, der muss endlich den Personalabbau und die Vergrößerung der Reviere beenden. Das Gegenteil hat Schwarz-Grün jedoch getan“, so Dieter Franz.

 

„Wir begrüßen, dass das Land endlich die Mitgliedschaft bei FSC beantragt. Dabei muss der Einfluss genutzt werden, um den unfairen Wettbewerb in der Waldwirtschaft zu beenden. Wo ein Siegel drauf ist, muss es auch drin. Gerade in Osteuropa führt der unfaire Wettbewerb zu Nachteilen für die hessischen Unternehmen“, forderte der Landtagsabgeordnete.

 

„Die FSC-Zertifizierung des hessischen Staatswalds führt letztendlich zu höheren Kosten für die Verbraucher und Unternehmen in Hessen“, so Dieter Franz abschließend.