Dieter Franz (SPD): Ungleiche Verteilung der Windkraftanlagen in den nordhessischen Landkreisen

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz hat im Februar erneut eine Kleine Anfrage zum Thema „Windkraftanlagen in Nordhessen“ eingebracht. Nun erfolgte die Antwort vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Mit Stand 31.12.2017 waren im Regierungsbezirk Kassel 398 Windenergieanlagen in Betrieb.

 

Der Landkreis Fulda muss laut verabschiedetem Teilregionalplan Energie 2.485 Hektar an Vorranggebieten für den Windkraftausbau zur Verfügung stellen. Zum 31.12.2017 sind im Landkreis Fulda 10 Anlagen in Betrieb, 11 stehen vor Inbetriebnahme und 6 sind im Genehmigungsverfahren. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg muss laut verabschiedetem Teilregionalplan Energie 2.755 Hektar an Vorranggebieten für den Windkraftausbau zur Verfügung stellen. Zum 31.12.2017 sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 47 Anlagen in Betrieb, 15 stehen vor Inbetriebnahme und 46 sind im Genehmigungsverfahren. Der Werra-Meißner-Kreis muss laut verabschiedetem Teilregionalplan Energie 1.415 Hektar an Vorranggebieten für den Windkraftausbau zur Verfügung stellen. Zum 31.12.2017 sind im Werra-Meißner-Kreis 34 Anlagen in Betrieb, 5 stehen vor Inbetriebnahme und 8 sind im Genehmigungsverfahren. Die meisten Anlagen stehen derzeit im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit 147 Anlagen in Betrieb.

 

„Dass die Windkraft einen wichtigen Beitrag für den Umstieg auf erneuerbare Energien leisten muss, ist sicher unstrittig. Akzeptanz wird der Ausbau der Windkraft vor Ort bei den Bürgerinnen und Bürgern aber nur finden, wenn die Anlagen annährend gleichmäßig auf die nordhessischen Landkreise verteilt werden sowie die jeweilige Region am finanziellen Ertrag beteiligt wird und dieser nicht nur in hohem Maße dem Landeshaushalt zufließt,“ sagte Dieter Franz.